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Kanton Luzern profitiert auch im Jahr 2026 von SNB-Geldern
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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schüttet wie im vergangenen Jahr Gewinne an Bund und Kantone aus. Der Kanton Luzern erhält rund 128 Millionen Franken. Die SNB-Ergebnisse unterliegen grossen Schwankungen, weshalb die Luzerner Regierung beschlossen hat, im aktuellen Aufgaben- und Finanzplan keine Ausschüttungen einzustellen. Der Luzerner Regierungsrat nimmt die Ausschüttung dankbar entgegen. Angesichts der bevorstehenden grossen Investitionsvorhaben und Herausforderungen sind diese Mittel sehr willkommen.
Der Kanton Luzern profitiert wie im vergangenen Jahr von zusätzlichen Einnahmen, im Jahr 2026 sind dies rund 128 Millionen Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte am Freitagmorgen einen Gewinn von rund 26 Milliarden Franken und eine damit verbundene Gewinnausschüttung an Bund und Kanton von vier Milliarden Franken bekanntgegeben. Diese zusätzlichen Mittel für den Kanton Luzern waren nicht budgetiert und werden in der Jahresrechnung 2026 verbucht. Dies ist erfreulich, insbesondere weil dieser Gewinn nach dem Defizit der SNB im ersten Halbjahr 2025 von 15,3 Milliarden Franken nicht erwartet werden konnte.
Dank dieser nicht einkalkulierten Gewinnausschüttung kann der Kanton seine finanzielle Handlungsfähigkeit weiter stärken. Das ist angesichts der finanziell belastenden Investitionen, die der Kanton Luzern für die kommenden Jahren sowohl für Infrastrukturvorhaben in den Bereichen Mobilität, Wasserbau, Klima- und Energie sowie Hochbauten vorgesehen hat, sehr wertvoll. Finanzdirektor Reto Wyss hält fest: «Die Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank ist erfreulich, dennoch muss uns bewusst sein, dass es sich um eine einmalige Ausschüttung handelt, die nicht für wiederkehrende Ausgaben verwendet werden darf.»
SNB-Gewinnausschüttungen bleiben aufgrund der unsicheren Entwicklung nicht planbar «Für den Kanton Luzern ist die zweite Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank in Folge äusserst positiv und begrüssenswert», sagt Finanzdirektor Reto Wyss. «Die Lage an den Finanz- und Währungsmärkten bleibt jedoch volatil und die politische Situation unsicher», so Wyss weiter.
Gewinnausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank sind nur möglich, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen dies zulassen. Zuletzt erhielt der Kanton Luzern im Jahr 2025 rund 96 Millionen Franken. In den Jahren 2023 und 2024 waren diese Bedingungen nicht erfüllt und es erfolgten keine Ausschüttungen an Bund und Kantone. Aufgrund der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten hat der Regierungsrat im Aufgaben- und Finanzplan 2026–2029 bewusst keine SNB-Gelder eingestellt.
Anhang Nationalbank erwartet für 2025 Jahresgewinn von rund 26 Milliarden Franken
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