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lawa – Newsletter Wald
22. Januar 2026

Liebe Leserin, lieber Leser
Viermal pro Jahr senden wir Ihnen Neuigkeiten zum Luzerner Wald. Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) informiert Sie auf diesem Weg über den naturnahen Waldbau, die Holznutzung, weitere Waldleistungen oder die politischen Prozesse.
 
 

Bewältigung von grossen Waldbrandereignissen

2024 lancierte die Abteilung Wald im Rahmen des Planungsberichts Klima und Energie ein Pilotprojekt zur Etablierung einer Einsatzplanung bei Waldbränden. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit dem Feuerwehrinspektorat der Gebäudeversicherung Luzern. Die Pilotfeuerwehren Emmen, Hergiswil und Rigi-Seegemeinden erhielten dabei Unterstützung bei der vorsorglichen Planung von Einsätzen bei grossen Waldbrandereignissen. Das Pilotprojekt endete im Dezember 2025. In einem nächsten Schritt werden das Mengengerüst für den ganzen Kanton abgesteckt und die digitale Webanwendung für Einsatzplanungen Naturgefahren um das Modul Einsatzplanung Waldbrand erweitert.
 
 

Wie sich der Klimawandel auf das Baumwachstum auswirkt

Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt: Durch den Klimawandel treiben Bäume früher aus. Gleichzeitig nimmt jedoch das Stammwachstum von Weisstanne, Buche und Fichte ab. Mehr dazu erfahren Sie im verlinkten Artikel.
Zahlen zum Baumwachstum der letzten zehn Jahre im Kanton Luzern wird die Auswertung der zweiten kantonalen Waldinventur liefern. Im Frühling beginnt die letzte Erhebungsphase. Drei Teams sind für die Erfassung von Stichprobeflächen im Wald unterwegs. Wir bitten die betroffenen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer um Verständnis, dass sie nicht persönlich vororientiert werden. Die Lage der Aufnahmeflächen soll möglichst unbekannt bleiben. Die Erhebungen werden sorgfältig durchgeführt und schädigen die Bäume nicht.
 
 

25 Jahre Seelensteg Heiligkreuz

Als Kraftort im Wald lädt der Seelensteg zur Ruhe und Achtsamkeit ein. Er sensibilisiert für natürliche Abläufe, Kreisläufe von Leben und Vergänglichkeit. Ursprünglich aus Lothar-Sturmholz gebaut, vereint der Rundweg symbolisch die Themen Werden, Sein und Vergehen. Zugleich macht er die Waldfunktionen Bildung, Erholung, Waldbiodiversität und eine vertiefte Beziehung zwischen Mensch und Natur erlebbar.
 
 

Luzerner Wald 2025: Zahlen und Leistungen im Überblick

2025 wurde wiederum viel geleistet im Luzerner Wald. So wurden unter anderem rund:

– 230’000 m3 Holz geerntet
– 500 ha Jungwald gepflegt
– 230 ha Schutzwald unterhalten
– 100 ha Naturvorrangflächen aufgewertet
– 10 neue Feuchtbiotope erstellt
– 47 ha Waldränder aufgewertet

Bund und Kanton haben die Projekte und Leistungen der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer mit rund 5.7 Millionen Franken unterstützt. Mit weiteren 1.3 Millionen wurde der Unterhalt des Waldstrassennetzes mitfinanziert. An den Kosten der stark nachgefragten Waldarbeiterkursen beteiligten sich Bund und Kanton ebenfalls. Für die kostenlose Grundberatung der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer durch die betrieblichen Waldorganisationen leistete der Kanton Beiträge von knapp 1.5 Millionen Franken.
 
 

Wie überwintern unsere Tiere?

Tiere haben unterschiedliche Strategien, um den kalten Winter zu überstehen. Reh, Gämse oder Fuchs legen sich ein warmes Winterfell zu. Erdkröte und Ringelnatter verkriechen sich an einen frostfreien Ort unter einem Asthaufen oder in einem Erdloch und halten Winterstarre, das Eichhörnchen macht Winterruhe, schläft viel in seiner Baumhöhle oder seinem selbstgebauten Nest aus Zweigen, Moos und Blättern, wacht aber immer wieder auf und ernährt sich von versteckten Vorräten. Der Igel macht einen richtigen Winterschlaf in einem mit Laub isolierten Versteck, beispielsweise unter einem Asthaufen. Er senkt seine Körpertemperatur auf 5 Grad, sein Herz schlägt nur noch 5-10 Mal pro Minute.
Allen gemeinsam ist, dass sie bei Störungen unnötig viel Energie verbrauchen und in Ruhe gelassen werden sollen.
 
 

Wo Holz Geschichten erzählt – Handwerk und Fasnacht

Im Dünkelweiher bei der heutigen Pauluskirche in Luzern lagerten früher Holzstämme im Wasser, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Danach wurden sie zu Wasserröhren (Dünkel) verarbeitet. Heute wird Bauholz trocken und luftig gestapelt, oft überdacht und auf Unterlagen gelagert. Holz ist ein Material, das uns seit Jahrhunderten trägt, inspiriert und Freude schenkt, sei es beim Bauen oder beim Vertreiben der Wintergeister – so entstehen aus Holz auch kunstvolle Masken, wie die berühmten Krienser Schnitzwerke. In diesem Sinne wünscht die Abteilung Wald eine rüüdige Fasnacht.
 
 
Landwirtschaft und Wald (lawa)
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