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Das Spitalareal Sursee öffnet und wandelt sich
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Mit dem geplanten Umzug des Luzerner Kantonsspitals nach Schenkon beginnt für Sursee ein neues Kapitel: Das bisherige Spitalareal mit Seeblick und guter Lage wird voraussichtlich ab 2034 frei und bietet Raum für die Zukunft. Der Kanton Luzern als grösste Grundeigentümerin plant eine sorgfältige Entwicklung – mit klaren Prozessen, breiter Mitwirkung und einer Vision, die Chancen für die Stadt und ihre Bevölkerung eröffnet.
Der Kanton Luzern plant die Zukunft des Spitalareals Sursee. Mit dem Umzug des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) und des Pflegezentrums Seeblick nach Schenkon eröffnet sich für den bisherigen Standort in Sursee eine einmalige Chance: Das rund 47’000 Quadratmeter grosse Areal mit Seeblick und zentraler Lage soll neu genutzt werden. In den kommenden Jahren werden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Sursee die Grundlagen gelegt, um das Areal für die Zukunft zu öffnen – mit einer sorgfältigen Planung, breiter Mitwirkung und einer Vision, die Wohnen, Leben und Begegnung verbindet.
Das LUKS Sursee ist fast 50 Jahre alt und genügt den heutigen Anforderungen an einen modernen Spitalbetrieb nicht mehr. Nach einer umfassenden Standortprüfung hat der Regierungsrat im Jahr 2023 entschieden, den Neubau auf der Schwyzermatt in Schenkon zu realisieren. Dort soll bis 2033 ein neues Spital und ein Pflegezentrum entstehen, das höchste Ansprüche erfüllt. Mit dem Neubau entsteht eine zukunftsfähige Infrastruktur, die genügend Flexibilität für die kommenden Veränderungen im Gesundheitswesen bietet.
Rund sieben Fussballfelder gross Mit dem Neubau des Spitals und des Pflegezentrums Seeblick in Schenkon wird das bisherige Areal an der Spitalstrasse in Sursee frei. Damit bietet sich die Gelegenheit, an dieser einmaligen Lage etwas Neues entstehen zu lassen. Das oberhalb des Sempachersees gelegene Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Sursee und verfügt bereits heute über eine gute Erschliessung mit verschiedenen Verkehrsmitteln. Das gesamte Entwicklungsgebiet ist rund sieben Fussballfelder gross und überzeugt mit einer Aussicht bis in die Alpen. Das Spitalareal Sursee gehört dem Kanton Luzern. Die angrenzenden Flächen sind im Eigentum des Kantons Luzern und der Stadt Sursee. Sie werden ebenfalls in die Planungen einbezogen.
«Mit dem Umzug eröffnet sich die einmalige Chance, den bisherigen Standort in Sursee neu zu nutzen. Dieses attraktive Areal mit Seeblick an guter Lage soll dafür umgezont werden. Mit den nächsten Planungsschritten soll aufgezeigt werden, was wo realisierbar ist», erklärt Regierungsrat Reto Wyss. Der Kanton Luzern als grösster Eigentümer will das Areal gemeinsam mit der Stadt Sursee schrittweise entwickeln. Die erste Etappe soll unmittelbar nach dem Wegzug von Spital und Pflegeheim starten, um Leerstände zu vermeiden. Der Planungsprozess ist komplex und benötigt mehrere Jahre. Die Weiternutzung der bestehenden Gebäude wird als Variante geprüft. Eine Testplanung startet ab Frühling 2026 und zeigt auf, welche Nutzungen in Zukunft möglich sind. Die Erkenntnisse daraus bilden die Grundlage für eine spätere Umzonung und Architekturwettbewerbe, bevor langfristig ein neues Quartier entsteht.
Gut für Wohnnutzungen geeignet Bereits heute ist klar: Das Spitalareal eignet sich besonders gut für Wohnnutzungen – sowohl für Familien, Paare, Singles als auch für Seniorinnen und Senioren. Ergänzend dazu sind Dienstleistungen und Gastronomieangebote denkbar, die das Quartier beleben und das soziale Miteinander fördern. Gemäss den Vorstellungen der Stadt Sursee soll ein sozial durchmischtes Quartier entstehen. Es wird ein Mix aus gehobenen und preisgünstigen Wohnungen angestrebt.
Sursee ist eine dynamisch wachsende Gemeinde mit über 11’000 Einwohnerinnen und Einwohnern und einer sehr tiefen Leerwohnungsziffer von 0,26 Prozent. Das neue Wohnungsangebot auf dem Spitalareal wird einen Beitrag leisten, um die Nachfrage nach Wohnraum zu decken und die Attraktivität der Stadt weiter zu stärken. Die Entwicklung dieses Areals ist eine Chance für die Stadt Sursee. «Wir wollen diese Chance nutzen und die Quartierbevölkerung motivieren, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen. Das Areal soll einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Sursee und zum Leben in unserer Stadt leisten», erklärt Bauvorsteher Romeo Venetz.
Einbezug der Quartierbevölkerung und verschiedener Interessengruppen Parallel zur planerischen Arbeit setzen der Kanton Luzern und die Stadt Sursee daher auf Transparenz und Mitwirkung. Ab Frühling 2026 sind Workshops mit der Quartierbevölkerung und verschiedenen Interessengruppen vorgesehen. Dabei sollen Bedürfnisse, Ideen und Erwartungen in die Planung einfliessen – damit die künftige Nutzung des Areals nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch gesellschaftlich getragen wird. Die Bevölkerung der Stadt Sursee wird auch politisch mitentscheiden können. Über die Teilzonenplanänderung wird an der Gemeindeversammlung abgestimmt.
Wo heute noch ein Spital steht, könnte in Zukunft ein vielfältiger, lebendiger Wohn- und Lebensraum werden – mit Begegnungsorten, Grünflächen, Spiel- und Aufenthaltsräumen. Das Areal kann einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität und zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Region leisten. Der Kanton Luzern möchte das Potenzial dieses Standorts nutzen und einen neuen, attraktiven Teil von Sursee entstehen lassen – mit Seeblick, Geschichte und Zukunft.
Anhang Luftaufnahme Spital Sursee Foto Spitalareal in Sursee Blickrichtung Gehweg Foto Luftaufnahme Spitalareal Sursee Blickrichtung See Foto Luftaufnahme Spitalareal Sursee Blickrichtung See Foto Luftaufnahme Spitalareal Sursee Blickrichtung Stadt Foto Spitalareal in Sursee Blickrichtung See Foto Spitalareal in Sursee Blickrichtung Wohnblock
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