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LU222: Gelungenes Jubiläumsjahr mit nachhaltiger Wirkung
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Mit der heutigen Finissage im Museum Luzern endet das Kantonsjubiläum LU222. Ausgehend von der Übergabe der Mediationsakte durch Napoleon im Jahr 1803 und 222 Jahren Kantonsgeschichte machte LU222 die Vielfalt und Einzigartigkeit des Kantons Luzern sichtbar. Das Ziel, 222 Geschichten aus der Bevölkerung zu sammeln, wurde übertroffen. Das Projekt entwickelte sich zu einem kantonsweiten, generationenübergreifenden Kulturdialog. Zentrale Angebote des Projekts wie die Geschichtenkarte Museum Luzern und die neue Theatertour werden über das Jubiläumsjahr hinaus weitergeführt.
Im vergangenen Jahr stand der Kanton Luzern ganz im Zeichen des Jubiläumsprojekts LU222. Das Gemeinschaftsprojekt unter der Leitung der Dienststelle Kultur, umgesetzt vom Museum Luzern in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, fand im gesamten Kanton statt und erinnerte an die Übergabe der Mediationsakte durch Napoleon Bonaparte im Jahr 1803 und damit an 222 Jahre Kantonsgeschichte.
222 Geschichten: Ziel übertroffen Im Zentrum von LU222 stand die Bevölkerung: Nicht Expertinnen und Experten prägten das Jubiläum, sondern Menschen aus allen Regionen, Generationen und Lebenswelten des Kantons. Ziel war es, mindestens 222 Geschichten zu sammeln – ein Ziel, das übertroffen wurde.
«LU222 hat gezeigt, wie lebendig und vielfältig unsere Kantonsgeschichte ist, indem die Bevölkerung selbst zu Wort kam. Das Jubiläum war nicht nur ein Rückblick, sondern ein gemeinsames Erzählen von Identität und Zugehörigkeit», sagt Bildungs- und Kulturdirektor Dr. Armin Hartmann.
Die Beiträge – wie beispielsweise «Musikreise über den Gotthard – Frohsinn Grosswangen 1913» oder «Stammen die Willisauer Ringli vom Schloss Heidegg?» – sind auf der digitalen Geschichtenkarte des Museums Luzern verortet. Die Karte bleibt auch nach dem Jubiläumsjahr bestehen und soll weiterwachsen. «Die Geschichtenkarte macht sichtbar, dass Geschichte überall entsteht, in Dörfern, Städten, Familien und persönlichen Erinnerungen. Dieses digitale Angebot wird auch künftig ein wichtiges Vermittlungsinstrument sein», betont Marco Castellaneta, Leiter der Dienststelle Kultur.
Plakatwettbewerb mit grosser Resonanz Bis Juni 2025 konnten Teilnehmende mit dem Erfassen ihrer Geschichte zudem an einem kantonsweiten Plakatwettbewerb teilnehmen. Aus den rund 50 Geschichten zeichnete eine vierköpfige Jury drei Beiträge aus:
Die Designerin Jeanne Reinacher gestaltete zu diesen Geschichten je ein Plakat. Sie waren im September und Oktober im ganzen Kanton sichtbar und bildeten den Abschluss einer Serie von insgesamt 22 Jubiläumsplakaten.
Ausstellungen in drei Akten – im ganzen Kanton Ein weiteres zentrales Element war die Ausstellung «LU222 – Luzern erzählt…» im Museum Luzern, welche gegliedert nach Wahlkreisen in drei Akten eröffnet wurde. Die ersten Geschichten fanden ihren Weg direkt in die Ausstellung. «Ein zentrales Ziel dabei war und ist es, das Museum stärker als offenen Begegnungsort zu verankern – als Ort, an dem sich Menschen mit ihren eigenen Geschichten wiederfinden, austauschen und einbringen können», sagt Dr. Tanja Warring, Direktorin des Museums Luzern. Das Museum sei damit nicht nur mehr ein Ausstellungsort, sondern ein gemeinsamer Raum für Dialog, Beteiligung und geteilte Erfahrungen.
Parallel dazu hat das Museum Luzern im letzten Jahr tragfähige Partnerschaften aufgebaut. Eine zentrale Rolle spielen dabei weiterhin die eigenen Standorte im ganzen Kanton. «Durch LU222 sind diese enger zusammengerückt, haben sich besser kennengelernt und das Potenzial gemeinsamer Projekte erkannt», führt Dr. Tanja Warring weiter aus. Schritt für Schritt entsteht so eine grosse kantonsweite Erlebniswelt, in der sich die einzelnen Standorte ergänzen.
Theater, Jugendprojekte und Begegnungen Ein besonderes Highlight war die Theatertour «Det. Dehei. Lozärn – ein Kanton erzählt», welche extra für das Jubiläumsprojekt entwickelt wurde. Auch nach dem Ende von LU222 bleibt sie im Repertoire des Museums und thematisiert Zugehörigkeit, Heimat und Wandel im Rahmen der 222 Jahre Kantonsgeschichte. Die Tour wurde bisher 76 Mal durchgeführt mit total 1366 Teilnehmenden.
Weitere zentrale Projekte des Jubiläumsjahres waren:
| | – | acht ausgebuchte Spaziergänge: Luzerns Natur- und Kulturgeschichte live vor Ort |
| | – | YOUseum: Jugendliche kuratieren für Jugendliche – eine Sonderausstellung auf Augenhöhe |
| | – | TiM – Tandem im Museum: Begegnungen zwischen Generationen und Kulturen – neu Teil des Standardprogramms |
| | – | rund 2'000 abgegebene Kleberjagden, mit denen Familien den Kanton spielerisch erkundeten |
| | – | Hörspiele und Songs von Schulklassen aus dem «fahrenden Tonstudio» – 12’300+ Views auf YouTube |
| | – | fast 100 Geschichtenboxen von Schülerinnen und Schülern – kreative Inszenierungen ihres Blicks auf Luzern |
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Strategiereferenz Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich - Globalisierung / Bildung / Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft / Kultur - Gesellschaftlicher Wandel gemäss Kantonsstrategie
Anhang Bild 1 Plakatmotiv zur Geschichte von Mathilde Blattner-Amrein, Gestaltung: Jeanne Reinacher Bild 2 Plakatmotiv zur Biosphäre Entlebuch, Gestaltung: Jeanne Reinacher Bild 3 Bildungs- und Kulturdirektor Dr. Armin Hartmann an der Eröffnung von Akt 1 im Museum Luzern, Foto: Emanuel Ammon / AURA Bild 4 Theatertour «Det. Dehei. Lozärn – ein Kanton erzählt», Foto: Margherita Delussu Bild 5 Einblick in die Ausstellung «LU222 – Luzern erzählt…», Foto: David Nunes Bild 6 Die Geschichtenkarte Museum Luzern präsentiert auch thematische Touren.
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