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Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft
Luzern, 10. März 2026
 
 

20 Jahre im Wandel – Staatsanwaltschaft begegnet steigenden Fallzahlen mit gezielter Transformation

Kanton Luzern

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern hat am Dienstag den Jahresbericht 2025 präsentiert. Die Staatsanwaltschaft blickt auf zwei Jahrzehnte tiefgreifender Veränderungen zurück. Trotz wachsender Fallzahlen und zunehmender Komplexität – insbesondere bei Cyber-, Wirtschafts- und Gewaltdelikten – konnte sie ihre Leistungsfähigkeit behaupten und 2025 erstmals seit Jahren wieder einen Erledigungs -quotienten von rund 100 Prozent erreichen. Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen gross. Mit zusätzlichem Personal, digitaler Transformation und verstärkter Spezialisierung stellt sich die Staatsanwaltschaft strategisch für die Zukunft auf.

Grosse Herausforderungen – laufende Anpassungen
Die Staatsanwaltschaft hat in den vergangenen 20 Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Steigende Bevölkerungszahlen, neue gesetzliche Grundlagen, die zunehmende Internationalisierung sowie der technologische Fortschritt stellten die Strafverfolgungsbehörden vor grosse Herausforderungen. Trotz stetig wachsender Fallzahlen (Jahr 2005: rund 41'000 Fälle – Jahr 2025: rund 60'500 Fälle) und zunehmender Komplexität der Verfahren ist es der Staatsanwaltschaft gelungen, diese Entwicklungen als Chance zu nutzen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Wandel aktiv mitzugestalten. Weitere zentrale Transformationen stehen an und stehen im Fokus. Dazu zählen die Umsetzung der bewilligten Aufstockung der Staatsanwaltsstellen, mehr Flexibilität bei den Arbeitspensen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die konsequente digitale Transformation hin zur digitalen Aktenführung. Zudem wird die Spezialisierung weiter ausgebaut, unter anderem im Bereich der häuslichen Gewalt.

Fallzahlen erneut gestiegen – Erledigungsquotient bei rund 100 Prozent

Im Berichtsjahr 2025 sind die Fallzahlen weiter angestiegen. Mit insgesamt 60'452 Fällen liegt die Staatsanwaltschaft leicht über dem Vorjahr 2024. Die Fallbelastung bleibt damit hoch, insbesondere aufgrund der Zunahme grosser und untersuchungsintensiver Verfahren. Dies zeigt sich auch im Anstieg der Gerichtsfälle um rund 4 Prozent von 464 auf 481 Anklagen. Positiv zu vermerken ist, dass der Erledigungsquotient erstmals seit mehreren Jahren wieder bei rund 100 Prozent lag. Damit konnten 2025 etwa gleich viele Fälle erledigt werden, wie neu eingegangen sind. Dieses Resultat wurde dank verstärkter personeller Ressourcen erreicht. Dennoch bleibt die Situation anspruchsvoll. «Die Fallbelastung ist weiterhin hoch, die personellen Mittel bleiben knapp und eine kurze Verfahrensdauer streben wir weiterhin an» - betont Daniel Burri, Oberstaatsanwalt des Kantons Luzern.

Bei den einzelnen Deliktsgruppen zeigt sich insbesondere ein erneuter Anstieg der Widerhandlungen gegen Leib und Leben. Diese nahmen im Berichtsjahr um rund 12 Prozent zu (von 995 auf 1'117 Fälle). Dies ist jedoch vornehmlich auf die Zunahme von Tätlichkeiten zurückzuführen und nicht auf schwere Delikte wie Tötungen oder Körperverletzungen. Im Jugendstrafrecht sind die Gesamtfallzahlen der Jugendanwaltschaft 2025 leicht zurückgegangen (um rund 6 Prozent von 1'947 auf 1'830 Fälle). Gleichzeitig stiegen jedoch auch hier die Delikte gegen Leib und Leben um rund 10 Prozent (von 137 auf 152 Fälle). Auch hier ist die Zunahme auf mehr Tätlichkeiten zurückzuführen.

Die Staatsanwaltschaft wird die laufenden Entwicklungen weiterhin aufmerksam begleiten und ihre Organisation gezielt stärken, um den steigenden Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden.
 
 
KANTON LUZERN
Simon Kopp
Kommunikationsverantwortlicher Staatsanwaltschaft Luzern
Zentralstrasse 28
6003 Luzern
Tel + 41 41 248 80 52
E-Mail simon.kopp@lu.ch
 
 
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