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Optimierung Gesamtverkehr Sursee: Mit den Rückmeldungen vom 3. Forum erstellen die Planer die Bestvariante Ringstrasse
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Am Samstag, 7. März 2026, hat das dritte und letzte «Forum Ringstrasse» zum Projekt Optimierung Gesamtverkehrssystem Region Sursee (OGV Sursee) stattgefunden. Wie bei den ersten beiden Foren engagierten sich knapp 100 Teilnehmende aus Stadt und Region Sursee in diesem Mitwirkungsprozess. Zur Diskussion stand die vom Planerteam entwickelte Synthesevariante für die Weiterentwicklung der Ringstrasse in Sursee. Das Feedback war grundsätzlich positiv, in den Details gab es aber viele Ideen und Verbesserungsvorschläge.
In ihrer Begrüssung dankte Sursees Stadtpräsidentin Sabine Beck-Pflugshaupt den Teilnehmenden für das «Interesse, beim Projekt weiterzukommen, damit wir in der Region vorwärtskommen.» Anschliessend ordnete André Rösch, Leiter Programm Gesamtmobilität bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern, das Projekt OGV Sursee in den Zusammenhang der «Zukunft Mobilität im Kanton Luzern» (Zumolu) ein. Er erinnerte an die Projektziele: Busbevorzugung, sicherer Fuss- und Veloverkehr, verbesserter Verkehrsfluss für Autos sowie eine steigende Lebensqualität für Anwohnende.
André Rösch orientierte ausserdem über die Prüfung von Sofortmassnahmen, einem Anliegen aus dem Forum 1. Eine davon war der Lotsendienst beim Kreisel Schlottermilch, der im Herbst 2025 im Testbetrieb geprüft wurde (siehe Mitteilung vom 15.01.2026). Da der Nutzen bei relativ hohen Kosten minim war, wurde von einer dauerhaften Einführung abgesehen. Als Alternative soll die Haltestelle Rothüsli an die Ringstrasse verlegt werden. Dadurch fallen weniger Fussgängerquerungen am wichtigen Kreisel Schlottermilch an und der Bus kann direkter fahren., was den Verkehr um diesen Kreisel verflüssigt.
Synthesevariante vereint das Beste aus beiden Stossrichtungen Das Planerteam hat gemäss den Rückmeldungen aus dem Forum 2 die Stossrichtung «Regionale Verkehrsachse» als Basis für das Betriebs- und Gestaltungskonzept der Ringstrasse verwendet. Bei dieser liegt der Fokus auf der Ringstrasse als leistungsstarkem Zubringer für Auto- und Busverkehr im regionalen und überregionalen Verkehrsnetz. Ergänzt wurde dies mit Elementen aus der Stossrichtung «Städtische Verkehrsachse». Diese legt ein stärkeres Gewicht auf eigene Busspuren, direkte und sichere Wege zu Fuss und auf dem Velo, sowie lebenswerte Strassenräume.
Während am Vormittag der Fokus der Diskussion auf dem ÖV-, Velo- und Fussverkehr lag, stand am Nachmittag die verbesserte Leistungsfähigkeit für den Autoverkehr im Zentrum. Am Vormittag kristallisierten sich folgende drei Anliegen heraus: Bushaltestellen in der Haltebucht statt auf der Fahrbahn, Verhinderung von Schleichverkehr durchs Quartier sowie eine bessere Anbindung der Velovorzugsroute am Knoten Bifang. Am Nachmittag wurde unter anderem über die bestehenden sowie geplanten Querungen und Unterführungen für den Fuss- und Veloverkehr diskutiert.
Erkenntnisse und Stimmen aus dem dritten und letzten Forum «Gut, dass die Planer auf Rückmeldungen eingetreten sind. Ich hatte Angst, es sei nur eine Alibiübung. Die Synthesevariante macht Sinn und braucht nur noch kleine Anpassungen.» «Ablauf und Organisation des Verfahrens passten. Viele Meinungen wurden eingefangen. Ich war positiv überrascht, dass der ÖV genauso viel Gewicht erhielt wie der Autoverkehr.» «Es hat Hand und Fuss, was präsentiert worden ist. Die Verkehrsfläche wird damit optimal genutzt, aber wir brauchen mehr. Wir sollten jetzt agieren, statt in 20 Jahren zu reagieren.» «Ich fand den Prozess cool mit diesen drei Foren. Er war super aufgebaut und souverän moderiert. Auch wenn noch nicht alles im Detail klar ist. » «Die Kommunikation und Sensibilisierung der Bevölkerung wird jetzt dann mega wichtig.» «Das Planerteam hat gute Arbeit geleistet. Wir sind vor allem positiv überrascht wegen der Verbesserung des Grünraums mit den zusätzlichen Bäumen.»
Das Schlusswort zum Abschluss des Mitwirkungsprozesses hielt Kantonsingenieur Gregor Schwegler. Er dankte für das konstruktive Engagement aller Teilnehmenden und wies darauf hin, dass am 1. September 2026 eine Infoveranstaltung im Pfarreizentrum Sursee geplant ist, wo die Bestvariante vorgestellt wird. Anschliessend erfolgt die Vernehmlassung zum Projekt.
Mitwirkungsprozess zur Optimierung des Gesamtverkehrssystem Die Planungen im Raum Sursee bauen insbesondere auf der Studie zur Optimierung des Gesamtverkehrssystems auf, die den Rahmen für den Mitwirkungsprozess bildet.
Das Planerteam entwickelte das Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) in drei Phasen: In einem ersten Schritt hatte es in einer Lagebeurteilung die heutige Situation untersucht und am Forum 1 zur Diskussion gestellt. Danach wurden Lösungsansätze entwickelt und zwei Stossrichtungen am Forum 2 besprochen. Daraus hat das Planerteam die am Forum 3 vom Samstag präsentierte Synthesevariante erarbeitet. Die Rückmeldungen dazu fliessen wiederum in die Weiterbearbeitung zur Bestvariante ein, die am 1. September 2026 an einer Infoveranstaltung in Sursee vorgestellt werden wird. Über die weitere Ausarbeitung des Projektes (Vor- und Bauprojekt) nach Abschluss der Vertiefungsstudien entscheiden Regierungsrat und Kantonsrat des Kantons Luzern. Anhang Projektwebsite mit Bildergalerie vom Forum 3
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