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Medienmitteilung der Luzerner Polizei
Luzern, 23. März 2026
 
 

Luzerner Polizei setzt auf bürgernahe Polizeiarbeit und auf den Kampf gegen organisierte Kriminalität

Kanton Luzern

Öffentliche Sicherheit ist zentral für die Lebensqualität im Kanton Luzern. Dafür setzt sich die Luzerner Polizei täglich mit grossem Engagement ein. Die Anzahl der Verkehrsunfälle und die Anzahl der im Kanton begangenen Straftaten ist in etwa gleich hoch wie im Vorjahr. Die Luzerner Polizei setzt weiterhin auf bürgernahe Polizeiarbeit und auf eine effiziente Arbeitsweise.

«Wirksame Polizeiarbeit braucht Nähe und Präsenz», sagt Regierungsrätin Ylfete Fanaj, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartementes des Kantons Luzern, bei der Präsentation der statistischen Zahlen des Geschäftsberichts 2025 der Luzerner Polizei. Sichtbare Beispiele dafür seien die erneuerten Polizeiposten am Hirschengraben in der Stadt Luzern und in Willisau, die beide 2025 in Betrieb gingen. Aber auch das Community Policing, das die Luzerner Polizei bereits in einigen Regionen anwendet: Speziell ausgebildete und in der Region verankerte Polizistinnen und Polizisten betreuen die Gemeinden als direkte Ansprechpersonen.

«Es geht um weit mehr als um einen Neubau»
Eine noch wirksamere Polizeiarbeit erhofft sich Ylfete Fanaj mit dem Sicherheitszentrum Rothenburg. Über dieses Projekt wird die Luzerner Bevölkerung im November 2026 abstimmen. «Beim Sicherheitszentrum Rothenburg geht es um weit mehr als einen Neubau. Es geht um die Sicherheit, die wir alle im Alltag erwarten, und es geht darum, dass die Luzerner Polizei und die kantonalen Dienste diese Sicherheit auch in Zukunft gewährleisten können», sagt Fanaj.

Betriebskultur auf hohem Niveau
Das geplante Sicherheitszentrum wäre auch für Kommandant Adi Achermann ein Quantensprung für die Luzerner Polizei; nicht nur, was die Effizienz bei der täglichen Arbeit angehe. «Wir erhoffen uns auch bei der Betriebskultur im Bereich der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und bei der Kommunikation eine klare Verbesserung», so Achermann. Im Jahr 2025 habe man intensiv an der Betriebskultur gearbeitet. Dass die Luzerner Polizei gut unterwegs sei, sei ihr mit der Zertifizierung von fünf Sternen der Euopean Foundation of Quality Management (EFQM) attestiert worden. Mit einem internen Projekt werde nun ein weiterer Fokus auf die Verbesserung bei der Effizienz und der Flexibilität gelegt.

Die gesteckten Ziele habe die Luzerner Polizei im Jahr 2025 erreichen können, bilanziert Adi Achermann. Dies sei auch auf die kontinuierliche Bestandeserhöhung im Korps in den letzten Jahren und auf die konsequente Durchsetzung von Recht und Ordnung im Kanton Luzern zurückzuführen.

Mehr Todesopfer auf Luzerner Strassen
Bei der Sicherheits- und Verkehrspolizei untermalen die statistischen Zahlen die Aussagen des Kommandanten. Die Interventionszeiten und die Stundenzahl der Präsenz im öffentlichen Raum konnten nochmals verbessert werden. Bei dringlichen Einsatzfahrten war die erste Patrouille im Schnitt in 9,6 Minuten am Einsatzort. Bei den insgesamt 57’624 Einsätzen, welche aufgrund von Notrufen geleistet wurden, mussten die Polizistinnen und Polizisten auch zu 2089 Verkehrsunfällen ausrücken (Vorjahr: 2079). Dabei wurden 14 Todesopfer (Vorjahr: 7) verzeichnet. Die Anzahl schwerverletzter Personen nahm von 203 auf 183 ab. Auffallend ist auch die Zunahme von Unfällen mit E-Bikes. «Erneut ist die Unfallzahl mit E-Bikes um über 20 Prozent gestiegen», sagt Pius Ludin, Chef der Sicherheits- und Verkehrspolizei. Leicht abgenommen haben hingegen die Fälle von Fahren in fahrunfähigem Zustand. «Trotzdem ist eine permanente Kontrolltätigkeit betreffend Alkohol, Drogen und Medikamenten, im Sinne der Sicherheit im Strassenverkehr, weiterhin nötig», so Ludin.

Eine Steigerung von Fällen ist nach wie vor im Bereich der Häuslichen Gewalt zu verzeichnen. Es wurden bei Häuslicher Gewalt deutlich mehr Wegweisungen (44%) verfügt als im Vorjahr, um gewalttätige Personen von den Opfern zu trennen. Ludin konstatiert: «Die häusliche Gewalt ist weiterhin ein gesellschaftliches Problem.» Aus diesem Grund wird die Fachstelle Häusliche Gewalt aufgebaut und damit werden die Prävention und das Bildungsangebot für Fachpersonen in diesem Bereich ausgebaut.

Neues Kontrollelement im Spezialgewerbe
Leicht rückläufig, aber noch immer auf hohem Niveau ist die Anzahl der Straftaten im Kanton Luzern (21'806, Vorjahr: 22’232). Nach wie vor eine immense Zunahme wird bei der Cyberkriminalität verzeichnet. Die Zunahme der Fälle liegt in den letzten Jahren konstant bei etwa 30 Prozent. Auch im Bereich der Gewaltstraftaten hat die Luzerner Polizei mehr Fälle zu bearbeiten als in den Vorjahren.

Ihre Schwerpunkte setzt die Kriminalpolizei in der Kriminalitätsbekämpfung vor allem bei der organisierten Kriminalität. Dabei wurden nebst Ermittlungsverfahren gegen den qualifizierten Betäubungsmittelhandel im Bereich der Vermögensdelikte verschiedene Ermittlungsverfahren wegen Telefonbetruges, Bankomatensprengungen, Fahrzeugdiebstählen und seriellen Einbrüchen sowie Cyberdelikten geführt. Weiter wurde im Jahr 2025 eine interdisziplinäre Taskforce gegründet, welche sich mit dem so genannten Spezialgewerbe beschäftigt. Damit sind Missbräuche im Bereich von Barbershops, Döner-Imbissständen, Shisha-Lounges, Nagel- oder Massagestudios gemeint. Die Luzerner Polizei stellt fest, dass bestehende ethnisch und zum Teil grossfamiliär geprägte Strukturen genutzt werden, um mit hybriden Kriminalitätsformen nach Macht und Gewinn zu streben. Dabei sind Tendenzen zu abgeschotteten Parallelstrukturen erkennbar. Zum Erkennen von kriminellen Strukturen hat das neue Kontrollelement im zweiten Halbjahr 2025 rund 200 Kontrollen durchgeführt und zahlreiche Verstösse gegen unterschiedliche Gesetzgebungen festgestellt und zur Anzeige gebracht. «Die durchgeführten Kontrollen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf im Bereich Spezialgewerbe», sagt Jürg Wobmann, Chef der Kriminalpolizei. Ziel sei es, gesundheitsrelevante Vorschriften konsequent durchzusetzen, Missbräuche zu unterbinden und kriminelle Strukturen aufzudecken.

Der Geschäftsbericht 2025 mit vielen Statistiken ist online auf unserer Website www.polizei.lu.ch verfügbar.

Bild (Quelle: Luzerner Polizei):
Informierten die Medien über das Geschäftsjahr 2025 der Luzerner Polizei (von links): Jürg Wobmann (Chef Kriminalpolizei), Ylfete Fanaj (Regierungsrätin), Adi Achermann (Kommandant), Pius Ludin (Chef Sicherheits- und Verkehrspolizei).
 
 
LUZERNER POLIZEI
Christian Bertschi
Chef Kommunikation und Prävention
Kasimir-Pfyffer-Strasse 26
6002 Luzern
Tel. +41 41 248 80 11
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