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| lawa – Newsletter Veterinärdienst |
19. März 2026
Sehr geehrte Damen und Herren Gesunde Tiere, artgerechte Tierhaltung und sichere Lebensmittel tierischer Herkunft: Der Veterinärdienst unterstützt Sie in diesen Themen. Je nach Aktualität und Umfang der Beiträge erhalten Sie künftig ein separates Mailing ausschliesslich mit Infos vom Veterinärdienst. Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie den Veterinärdienst. |
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BVD-Ausrottung – wer «BVD-frei» werden will, muss seinen Tierverkehr kontrollieren
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Wer am 1. November 2026 den neuen Status «BVD-frei» erhalten will, darf seit dem 1. November 2025 nur noch Tiere aus Betrieben mit einer grünen BVD-Ampel zukaufen. Der Status «BVD-frei» ist wichtig, weil nur dieser einen Tierverkehr ohne Einschränkungen erlaubt. Während der Übergangsphase können betroffene Tierhaltende ihre Tiere auf eigene Kosten nachtesten lassen, um so den Status «BVD-frei» behalten zu können.
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Blauzungenkrankheit (BTV) – Impfempfehlung
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Die Impfung gegen die in der Schweiz zirkulierenden Serotypen BTV-3 und BTV-8 wird für Rinder und Kleinwiederkäuer (Schafe, Ziegen und Neuweltkameliden) für die gesamte Schweiz dringend empfohlen. Für einen bestmöglichen Schutz der Tiere im Hinblick auf die Vektorsaison 2026 sollte die Grundimmunisierung bei Rindern im Zeitraum von Januar bis März erfolgen, bei Schafen von Januar bis Februar (vor Beginn der Ablammsaison). Die Impfung verhindert zwar nicht die Erkrankung, kann jedoch einen schweren Verlauf vorbeugen oder Todesfälle verhindern. Vereinzelt kann dies dennoch vorkommen.
Bundesbeiträge an BTV-Impfstoffe 2026 Im Jahr 2026 stehen fünf Millionen Franken für Beiträge an die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit zur Verfügung. Rindvieh- und Schafhaltende melden die Impfung wie gewohnt auf der TVD. Unter dem Button «Meldungen» auf der TVD ist das Register «Impfungen» zu finden. Die Tierhaltenden können dann die entsprechende Tiergattung, das Impfdatum, die Art der Impfung und den Impfstoff angeben. Für die Neuweltkameliden erfolgt die Registrierung wiederum über folgende Seite: tierverkehr.ch/vac. Die bisherigen Logins behalten ihre Gültigkeit.
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Lumpy Skin Disease (LSD)
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Aufgrund der unvorhersehbaren Seuchenentwicklung zu LSD in Frankreich und den damit verbundenen Risiken einer Einschleppung des Virus in die Schweiz, wird die Sömmerung von Rindern (inklusiv Tagesweidegang) in Frankreich für den Sommer 2026 verboten. Tiere, die in Schweizer Sömmerungsbetrieben verbracht werden und die sich in einer bestehenden Impfzone befinden, müssen gemäss Vorgaben des Bundesamtes für Landwirtschaft und Veterinärwesen (BLV) gegen das LSD-Virus geimpft werden.
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Moderhinke
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Die zweite Untersuchungsperiode der Moderhinkebekämpfung neigt sich dem Ende zu. Es verbleiben nur noch zwei Wochen bis zum Ende am 31. März 2026. Bei den aktuell untersuchten Betrieben in der zweiten Untersuchungsperiode waren 5.3 Prozent von Moderhinke betroffen. Auf der TVD jeder Schafhaltung in der Schweiz ist der Moderhinke-Status («frei» oder «gesperrt») einsehbar. Aktuell sind im Kanton Luzern 30 Betriebe gesperrt.
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Gutes Stallklima schützt Tiergesundheit
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Ein gutes Stallklima ist eine zentrale Voraussetzung für gesunde und leistungsfähige Tiere. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung müssen auf die jeweilige Tierart abgestimmt sein. Von besonderer Bedeutung ist eine geringe Schadstoffbelastung der Stallluft: Der Ammoniakgehalt darf den Grenzwert von 20 ppm nicht überschreiten. Eine Überschreitung zeigt sich typischerweise durch stickige Luft, Beissen in den Augen oder Brennen der Atemwege. Höhere Konzentrationen reizen die Atemwege, schwächen das Immunsystem und beeinträchtigen das Wohlbefinden der Tiere deutlich.
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