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Mitteilung
25. März 2026
 
 

Die Gewinnerinnen von «Fokus Maturaarbeit» 2026 stehen fest

Ronja Amrhein, Gabriella Kidimbu, Hongjia Meng, Anne Mühlebach und Jana Stettler sind die Gewinnerinnen des Luzerner Wettbewerbs «Fokus Maturaarbeit». Die feierliche Prämierung am 24. März 2026 markierte zugleich den Start der Ausstellung von 41 ausgezeichneten Maturaarbeiten aus den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden, Schwyz und Uri. Die Ausstellung kann bis zum 2. April im Uni-/PH-Gebäude Luzern besucht werden.

Mit einem kleinen Experiment eröffnete Prorektor Reto Eichenberger augenzwinkernd die Feier: Er fuhr mit dem Fahrrad auf die Bühne und stellte dem Publikum die Frage, ob sich das Velo nach vorne oder nach hinten bewegt, wenn man am Pedal nach hinten zieht – eine Frage, die intuitiv klar scheint, sich aber als überraschend komplex erweist. Die Auflösung zeigte: Intuition allein genügt oft nicht, erst genaues Hinschauen und Analysieren führen zu tragfähigen Erkenntnissen.

Diesen Gedanken griffen die Prorektoren Günther Hünerfauth und Samuel Schaffhauser auf und betonten, Wissenschaft beginne dort, wo Selbstverständlichkeiten hinterfragt werden und wir bereit sind, unsere Annahmen zu prüfen und zu überdenken. Die 41 nominierten Maturandinnen und Maturanden haben genau diesen Weg in ihren Arbeiten beschritten.

Im Anschluss wandte sich Regierungsrat Dr. Armin Hartmann mit einem Grusswort an die Anwesenden und hob hervor, dass die Maturaarbeit eine elementare Grundlage für das spätere Arbeiten an Hochschulen bildet.

Junge Talente im Fokus der Auszeichnungen
Die Leistungen der auserwählten Gymnasiastinnen und Gymnasiasten wurden durch eine renommierte Jury aus den Bereichen Hochschulbildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur honoriert. In fünf Kategorien – (1) Naturwissenschaften, (2) Physik, Technik, Mathematik und Informatik, (3) Geisteswissenschaften, Literatur und Linguistik, (4) Sozialwissenschaften sowie (5) Bildende Künste, Musik und Theater – wurden die besten Arbeiten gekürt. Fünf der insgesamt 41 ausgezeichneten Arbeiten wurden im grossen Hörsaal des Uni-/PH-Gebäudes besonders hervorgehoben. Neben einer Urkunde erhielten folgende Gewinnerinnen ein Preisgeld von 500 Franken, gestiftet von der Luzerner Kantonalbank:
 Kategorie «Naturwissenschaften»: Anne Mühlebach, Kantonsschule Alpenquai Luzern, Nikotinfreisetzung aus «All White Snus»
 Kategorie «Physik, Mathematik, Informatik und Technik»: Hongjia Meng, Kantonale Mittelschule Uri, Heat Flows on Dirichlet Domains: Exponential Relaxation and Normalized Gradient Dynamics
 Kategorie «Geisteswissenschaften, Literatur und Linguistik»: Jana Stettler, Kantonsschule Seetal, Zwischen Authentizität und Pluralität. Das performante Maskenspiel in Identität und Autofiktion
 Kategorie «Sozialwissenschaften»: Gabriella Kidimbu, Kantonsschule Musegg Luzern, Der Einfluss dunkler Persönlichkeitsmerkmale auf den sozialen Umgang unter Jugendlichen
 Kategorie «Bildende Künste, Musik und Theater»: Ronja Amrhein, Kollegium St. Fidelis Stans, Hautnah – Ein Tag im Leben eines Schmetterlingskindes
Maturaarbeiten auf Universitätsniveau
Der Rektor der Universität Luzern, Prof. Dr. Martin Hartmann, hob in seiner Festrede die Bedeutung akademischen Arbeitens hervor. Beim Betrachten der Ausstellung der Maturaarbeiten habe er sich wiederholt gedacht: «Das hat Universitätsniveau!»

Die Arbeiten zeigen, was wissenschaftliches Arbeiten auszeichnet: sorgfältige Recherche, methodisches Vorgehen, präzise Begriffsklärung sowie eine anschauliche und zugleich anspruchsvolle Darstellung der Ergebnisse. Akademisches Arbeiten bedeutet, genau hinzuschauen, Daten zu analysieren, Annahmen zu hinterfragen, Hypothesen zu prüfen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Im Zentrum stehen dabei Neugier, Geduld, Genauigkeit und Wahrhaftigkeit und letztlich die Auseinandersetzung mit Wissen und Wahrheit.
Musikalisch wurde der Anlass vom Bläserquartett «Brass Plus» feierlich begleitet. Amon Bolliger, Lukas Bühler, Lino Erni und Lionel Schnyder vom Gymnasium Plus Schüpfheim spielten eigens für Jazz arrangierte Stücke aus George Bizets Oper «Carmen».

Nationaler Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht»
Justin Frei, Ehemaliger der Kantonsschule Sursee, Matura 2023, erinnerte in seiner Ansprache an seine Erfahrungen im Umfeld von «Schweizer Jugend forscht», wo bei ihm einst «ein starkes Gefühl des Entdeckens» entstand. Er ermutigte die anwesenden Maturandinnen und Maturanden, die Chancen dieses besonderen Tages bewusst wahrzunehmen und ihn als Ausgangspunkt für ihren weiteren Weg zu nutzen. Für die Vorrunde des Nationalen Wettbewerbs 2027 von «Schweizer Jugend forscht» wurden neun Maturandinnen und Maturanden nominiert. Francis Kuhlen, Stiftungsrat, und Melanie Seiler, Geschäftsführerin, überreichte folgenden Schülerinnen und Schülern die Einladung:.
 Amrhein Ronja, Kollegium St. Fidelis Stans
 Auf der Maur Livio, Kantonsschule Alpenquai
 Pfendsack Leandro, Kantonsschule Beromünster
 Rall Luisa, Stiftsschule Einsiedeln
 Sommer Jannik, Kantonsschule Alpenquai
 Stettler Jana, Kantonsschule Seetal
 Suparna Sari, Kantonsschule Musegg
 Thiess Zoia, Kantonsschule Alpenquai
 Zeindler Jonas, Kantonsschule Kollegium Schwyz
Folgende Maturandinnen und Maturanden nehmen am Finale des Nationalen Wettbewerbs 2026 teil:
 Elsener Björn, Kantonsschule Alpenquai
 Kunz Levin, Kantonsschule Sursee
 Laun Levi, Kantonsschule Sursee
 Meng Honjia, Kantonale Mittelschule Uri
 Wyrsch Joschua, Kantonsschule Obwalden Sarnen
Von der Projektidee zum renommierten Label «Fokus Maturaarbeit»
Das 2012 von den Luzerner Gymnasien initiierte Projekt «Fokus Maturaarbeit» stösst in der Zentralschweiz auf grosse Resonanz. Bereits zum 15. Mal werden hervorragende Maturaarbeiten im Universitätsgebäude präsentiert. In Kooperation mit der Stiftung «Schweizer Jugend forscht», der Universität Luzern (Patronat), der Pädagogischen Hochschule Luzern sowie den Hochschulen für Technik & Architektur, Design, Film & Kunst und Musik bietet die Ausstellung einen schulübergreifenden Einblick in die hohe Qualität wissenschafts-propädeutischer Arbeiten von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Die ausgestellten Arbeiten sind noch bis zum 2. April 2026 im Uni-/PH-Gebäude Luzern zu bestaunen. Weitere Informationen zum Projekt und alle 41 Poster zu den Maturaarbeiten finden Sie hier.

Anhang
Bild 1: Die Preisträgerinnen des Wettbewerbs «Fokus Maturaarbeit» 2026; v.l.n.r.: Hongjia Meng, Jana Stettler, Gabriella Kidimbu, Ronja Amrhein und Anne Mühlebach. (Foto: Thomas Landolt)
Bild 2: Die Nominierten für "Schweizer Jugend forscht" 2027.
Mediendokumentation «Fokus Maturaarbeit» 2026
 
 
Dr. Felicitas Fanger
Prorektorin Kantonsschule Sursee
Mitglied des Organisationsteams «Fokus Maturaarbeit»
Telefon 041 349 72 72
felicitas.fanger@sluz.ch
 
 
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