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Kampagne «NEIN zu Zwangsheirat/-ehe»
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Sich nicht selbst für den zukünftigen Ehemann oder die zukünftige Ehefrau entscheiden zu dürfen, ist für manche Realität. Unter grossem Druck, Angst und teilweise Gewalt der Familie stimmen Betroffene einer Zwangsheirat zu oder bleiben in einer Zwangsehe. Im Jahr 2025 wurden schweizweit 316 Betroffene durch die nationale Fachstelle Zwangsheirat beraten. Knapp die Hälfte (46.8 %) der Betroffenen sind minderjährig. Es wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.
Zwangsehen werden häufig während den Sommerferien geschlossen, was die Sensibilisierung vor dieser Zeit besonders wichtig macht. Auch dieses Jahr zeigen die Kantone Luzern, Nidwalden und Obwalden die Kampagnen «NEIN zu Zwangsheirat» und «NEIN zu Zwangsehe» auf diversen Social-Media-Plattformen. Zu den Zielgruppen gehören neben den Betroffenen unter anderem Lehrpersonen und Lehrbetriebe.
Die Opferberatungsstelle des Kantons Luzern unterstützt die Betroffenen und Personen, die von einem Fall Kenntnis haben. Die Opferhilfe Schweiz bietet die Möglichkeit einer Chat- und Onlineberatung an. Diese ist vertraulich und kostenlos und man kann sie auch anonym wahrnehmen. Weiter bietet die nationale Meldestelle Zwangsheirat eine 24/7 Hotline an und stellt Informationen zur Praxis, Weiterbildung und Beratung zur Verfügung.
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