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Finanzielle Bildung stärken – Kommission anerkennt Petition von Jugendsession
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Die Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) des Luzerner Kantonsrates sieht Handlungsbedarf bei der finanziellen Bildung und der Vorbereitung von Jugendlichen auf das Erwachsenenleben. Sie teilt das Anliegen des kantonalen Jugendparlaments, hält die in der Petition geforderten zwei obligatorischen Spezialwochen jedoch für zu unflexibel. Statt neue Pflichtmodule einzuführen, setzt die Kommission auf eine verbindliche Umsetzung der bereits im Lehrplan verankerten Inhalte sowie auf einen laufenden politischen Vorstoss, der dieselbe Stossrichtung verfolgt.
Die EBKK hat unter dem Vorsitz von Karin Stadelmann (Die Mitte, Stadt Luzern) die Petition des kantonalen Jugendparlaments in ihrer Sitzung vom 27. April 2026 angehört und beraten. Die Petition der Jugendlichen fordert die Einführung von zwei obligatorischen Spezialwochen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen 1 und 2. Dabei sollen zentrale Kompetenzen für das Erwachsenenleben praxisnah vermittelt werden – insbesondere im Bereich Finanzwissen. Julian Arnold und Jasmin Wicki stellten der Kommission im Namen der Jugendsession ihre Forderung vor.
Bestandteil des Bildungsauftrags Die Kommission anerkennt einstimmig die Relevanz des Anliegens. In der Diskussion zeigte sich ein breiter Konsens darüber, dass viele Jugendliche im Umgang mit Geld und Fragen der Selbstständigkeit Unsicherheiten aufweisen und besser auf die Anforderungen des Erwachsenenlebens vorbereitet werden müssen. Die EBKK teilt die Einschätzung, dass finanzielle Bildung ein wichtiger Bestandteil des Bildungsauftrags der Schule ist. Gleichzeitig hält die Kommission fest, dass entsprechende Inhalte bereits heute im Lehrplan vorgesehen sind. Aus Sicht der EBKK besteht die Herausforderung weniger im Fehlen spezifischer Unterrichtsgefässe als vielmehr in einer verbindlicheren und praxisnäheren Umsetzung der bestehenden Lehrplaninhalte. Die Kommission betont dabei, dass Lehrpersonen genügend Flexibilität behalten sollen, um die Vermittlung an die Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich anzupassen.
Für die EBKK ist es wichtig festzuhalten, dass die Vermittlung grundlegender Kompetenzen nicht ausschliesslich Aufgabe der Schule sei. Auch Eltern und das persönliche Umfeld tragen eine wichtige Verantwortung bei der Vorbereitung junger Menschen auf das Erwachsenenleben.
Politische Vorstösse nehmen den Wunsch der Jugendlichen auf Die Kommission stellt fest, dass der bestehende Lehrplan bereits sehr dicht ist, weshalb zusätzliche obligatorische Wochen organisatorisch und zeitlich schwierig umzusetzen wären. Glücklich zeigt sich die Kommission darüber, dass bereits politische Vorstösse im Gange sind, welche das Petitionsbegehren der Jugendlichen aufgreifen. Insbesondere verweist die EBKK auf das Postulat (P699) von Milena Bühler, das ähnliche Ziele wie die Petition verfolgt, jedoch bewusst offenlässt, mit welchen konkreten Massnahmen diese erreicht werden sollen. Dies entspricht aus Sicht der Kommission dem richtigen Ansatz. Die EBKK unterstützt deshalb die laufenden Bestrebungen zur Stärkung der finanziellen Bildung und spricht sich dafür aus, bestehende Strukturen gezielt weiterzuentwickeln, anstatt neue verpflichtende Spezialwochen einzuführen.
Die Kommission dankt den Petitionärinnen und Petitionären für ihren wichtigen Beitrag zur politischen Diskussion. Sie wird die weitere politische Diskussion zum Thema aufmerksam begleiten.
Der Kantonsrat behandelt die Petition der Jugendsession an der kommenden Juni-Session.
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