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Mitteilung
11. Juni 2026
 
 

Newcastle-Krankheit: Betriebe im Kanton Luzern betroffen

In drei Poulet-Mastbetrieben im Kanton Luzern ist das Newcastle-Virus (ND) nachgewiesen worden. Insgesamt sind rund 24'500 importierte Masthühner vom Virus betroffen. Der kantonale Veterinärdienst hat in Zusammenarbeit mit dem Bund umgehend die nötigen Massnahmen eingeleitet, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Der Nachweis der Newcastle-Krankheit (ND) betrifft drei Betriebe im Kanton Luzern mit ungefähr 24’500 Masthühnern. Das Virus wurde im Rahmen einer Tierseuchenverdachtsabklärung nachgewiesen. Beim Virus handelte es sich um einen schwach krankmachenden Virustyp und nicht um die hochansteckende Virusvariante, wie sie in Deutschland zirkuliert. Aufgrund der gehäuften Fälle von ND in Deutschland wird dort intensiv geimpft.

Vermutlich hatten die aus Deutschland importierten Eintagesküken Kontakt mit diesem Impfvirus, was den Nachweis des Virus in der Schweiz verursacht hat. Dennoch kann zum jetzigen Zeitpunkt ein in der Umwelt vorkommender wenig infektiöser Virustyp als Ursache nicht ausgeschlossen werden. Die weiteren Abklärungen dazu sind im Gange.

Massnahmen gegen die Verbreitung der Krankheit
Damit sich das Virus nicht weiterverbreitet, hat der Veterinärdienst des Kantons Luzern zusammen mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) umgehend die nötigen Vorkehrungen getroffen und Massnahmen eingeleitet, die betroffenen Betriebe gesperrt und die Tötung sowie Entsorgung der betroffenen Masthühner und des Einstreus angeordnet.

Die letzten Fälle der Newcastle-Krankheit sind im Februar und März 2026 in den Kantonen St. Gallen und Schaffhausen aufgetreten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang mit diesen Fällen besteht.

Newcastle-Krankheit ist selten auch auf Menschen übertragbar
In seltenen Fällen kann bei Personen, die direkten und sehr engen Kontakt zu kranken Tieren hatten, eine Bindehautentzündung auftreten. Darüber hinaus bestehen keine gesundheitlichen Risiken für Menschen. Der Verzehr von Geflügelfleisch und Eiern ist unbedenklich.
 
 
Dr. Tobias Frink
Stv. Kantonstierarzt
Telefon 041 228 62 26
tobias.frink@lu.ch
(erreichbar am 11. Juni 2026 zwischen 16 und 17 Uhr)
 
 
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