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Kantonaler Finanzausgleich 2027: 232,4 Millionen Franken werden umverteilt
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Der Finanzausgleich bleibt ein zentrales Instrument für den Zusammenhalt im Kanton Luzern. Im Jahr 2027 werden 13,8 Millionen Franken mehr umverteilt als im Vorjahr. Damit werden gezielt finanzschwächere Gemeinden gestärkt und dafür gesorgt, dass alle Kommunen vergleichbare Voraussetzungen für ihre Aufgabenerfüllung haben. Der Ressourcenausgleich an die Gemeinden beträgt 156,4 Millionen Franken. Davon werden 82,9 Millionen Franken vom Kanton und 73,5 Millionen Franken von den ressourcenstarken Gemeinden bezahlt.
Der Finanzausgleich im Kanton Luzern sorgt auch im Jahr 2027 für stabile Verhältnisse zwischen den Gemeinden. Insgesamt werden über den Ressourcenausgleich 156,4 Millionen Franken verteilt, wovon 82,9 Millionen Franken bzw. 53 Prozent vom Kanton getragen werden. Gesamthaft steigt der Finanzausgleich gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Millionen Franken auf 232,4 Millionen Franken. Von den 13,8 Millionen Franken tragen die ressourcenstarken Gemeinden 6,5 und der Kanton 7,3 Millionen Franken.
Ressourcenausgleich 2027 Der Ressourcenausgleich trägt der Finanzkraft und der unterschiedlichen Entwicklung der Gemeinden Rechnung. Die benötigten Mittel für die Mindestausstattung betragen 156,4 Millionen Franken (+13,8 Millionen Franken, bzw. +9,7 Prozent). Gesamthaft steigt das Ressourcenpotenzial 2027 gegenüber dem Vorjahr kantonsweit um 120,9 Millionen Franken auf 1,72 Milliarden Franken, bzw. um 232 Franken auf 4'009 Franken pro Kopf. Der Anstieg geht hauptsächlich auf die ordentlichen Gemeindesteuern bei mittlerem Steuerfuss zurück (+120,4 Millionen Franken). Konkret hat das Ressourcenpotenzial pro Kopf bei 67 Gemeinden zu- und bei 12 Gemeinden abgenommen. Der Ressourcenausgleich 2027 erreicht mit 156,4 Millionen Franken einen neuen Höchststand.
Lastenausgleich 2027 Der Lastenausgleich gewährt Gemeinden mit übermässigen Lasten einen finanziellen Ausgleich. Es wird ein Ausgleich für Lasten der Topografie, der Bildung, der sozialen Wohlfahrt und der Infrastruktur vorgenommen. Die relevante Jahressteuerung von November 2024 bis November 2025 beträgt gemäss Landesindex der Konsumentenpreise null Prozent. Somit bleibt die Dotierung im Lastenausgleich 2027 gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 76 Millionen Franken.
Städte Kriens und Luzern zahlen mehr, Gemeinde Pfaffnau erhält höhere Beträge Die grössten Mehrerträge durch den Finanzausgleich 2027 gegenüber dem Vorjahr betreffen Emmen (+1,9 Millionen Franken), Ebikon (+1,2 Millionen Franken) und Willisau (+1,1 Millionen Franken). Bei den drei Gemeinden ist der Zuwachs auf höhere Beträge im Ressourcenausgleich zurückzuführen. Die grössten Einbussen betreffen die Städte Kriens (-5 Millionen Franken) und Luzern (-4,4 Millionen Franken). Bei beiden Gemeinden ist eine höhere horizontale Abschöpfung im Ressourcenausgleich dafür verantwortlich. Pro Einwohnerin und Einwohner erfährt die Gemeinde Pfaffnau die grösste positive Veränderung (+210 Franken) und die Stadt Kriens die grösste negative Veränderung (-171 Franken).
Teil- und Totalrevision des Finanzausgleichsgesetzes Als Reaktion auf sprunghaft ansteigende Erträge einzelner Gemeinden wurde der Luzerner Finanzausgleich im Rahmen einer Teilrevision angepasst und per 1. Januar 2026 vorerst stabilisiert. Die Vorlage wurde am 18. Mai 2025 vom Stimmvolk angenommen und entfaltete ihre Wirkung erstmals im Finanzausgleich 2026, womit auch die Ausgangslage für den Finanzausgleich 2027 geprägt wurde.
Als Nachfolgeprojekt wurde die Totalrevision des Finanzausgleichgesetzes als gemeinsames Projekt des Verbandes Luzerner Gemeinden (VLG) und des Kantons Luzern gestartet. Das Projekt hat zum Ziel, den bestehenden Finanzausgleich hinsichtlich seiner Wirkungen, Anreize und langfristigen Tragfähigkeit zu analysieren. Zudem ist auch ein Vergleich mit den Finanzausgleichsystemen anderer Kantone vorgesehen, um bewährte Modelle und mögliche Verbesserungsansätze zu identifizieren. Die Arbeiten werden ergebnisoffen geführt. Bis Ende 2027 sollen dem Regierungsrat Reformvorschläge unterbreitet werden. Ziel ist es, dass der neue Finanzausgleich ab dem Jahr 2030 wirkt.
Anhang Broschüre Finanzausgleich 2027 OGD-Daten opendata.swiss Website Kantonaler Finanzausgleich
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