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BBZ Natur und Ernährung Infoletter Pflanzenschutz |
| Mit dem Infoletter Pflanzenschutz Feldbau orientieren wir Sie über Aktuelles zu Pflanzenschutz und Kulturführung aus den Bereichen Ackerbau, Futterbau und Problempflanzen/Neophyten. |
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Zuckerrüben
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Cercospora
Warme und feuchte Witterungsbedingungen fördern die Ausbreitung der Cercospora-Blattfleckenkrankheit. Insbesondere nach Niederschlägen empfiehlt es sich deshalb, die Bestände regelmässig zu kontrollieren.
Bei Feldkontrollen ist eine Unterscheidung zwischen Pseudomonas-Bakterien verursachten Blattflecken und Cercospora-Blattflecken wichtig. Bakterielle Blattflecken sind unregelmässig geformt und weisen keinen sichtbaren Sporenbelag auf. Cercospora-Flecken sind meist kleiner, rundlich und haben auf der Blattoberfläche einen feinen, mit einer Lupe erkennbaren Sporenbelag. Wird die Schadschwelle von 1 bis 2 schwach befallene Pflanzen pro Are oder 1 grösserer Befallsherd im Bestand erreicht, ist der Zeitpunkt für die erste Fungizidbehandlung gekommen.
Bakterielle Blattflecken sind in der Regel harmlos und können nicht direkt bekämpft werden. Bei Cercospora hingegen ist eine frühzeitige Fungizidbehandlung entscheidend, um die Blattgesundheit zu erhalten und Ertragsverluste zu vermeiden. Weitere Blattkrankheiten wie Mehltau und Rübenrost werden durch die eingesetzten Fungizide in der Regel ebenfalls miterfasst. Ist eine Behandlung nötig, sollte sie aufgrund der extremen Hitze nachts oder frühmorgens und nicht bei welken Rübenblättern durchgeführt werden.
Kontrollieren Sie zudem Vorjahresparzellen auf Schosser-Rüben und entfernen Sie diese konsequent, um Folgeprobleme zu vermeiden. Dies hat besonders in den ALS-Zuckerrüben (Smart-Sorten) höchste Priorität. Werden Schosser nicht entfernt, können sie Samen bilden und sich vermehren, was in den Folgekulturen zu Durchwuchsrüben führt, die nicht mit Sulfonylharnstoffen bekämpft werden können.
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Kartoffeln
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Krautfäule und Alternaria
Der Druck der Krautfäule ist zurzeit sehr gering. Neuinfektionen sind kaum vorhanden, und bestehende Blattläsionen sind aufgrund der trockenen Witterung weitgehend ausgetrocknet. Die aktuellen Wetterbedingungen lassen derzeit keine weitere Verbreitung der Krautfäule erwarten. Nach Gewitter sollten die Bestände jedoch kontrolliert werden.
Mit zunehmendem Alter der Bestände und begünstigt durch die aktuellen Temperaturen treten vermehrt Symptome der Dürrfleckenkrankheit (Alternaria) und der Sprühfleckenkrankheit auf. Zunächst werden vor allem die unteren und älteren Blätter befallen. Aus diesem Grund sollten die Behandlungsintervalle, insbesondere im Hinblick auf die Alternaria Bekämpfung, nicht zu stark verlängert werden.
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Kartoffelkäfer
Kartoffelkäfer treten in den Kartoffelbeständen derzeit unterschiedlich stark auf. Wo bei der Erstbehandlung ein frei einsetzbarer Wirkstoff verwendet wurde und weiterhin ein starker Befall besteht, kann bei hohem Befallsdruck mit Sonderbewilligung auch Coragen eingesetzt werden. Für IP-Suisse-Produzenten sind die zusätzlichen Auflagen gemäss den geltenden Richtlinien zu beachten (Pflanzenbau IP-Suisse). Wird zusätzlich die Bekämpfungsschwelle für Blattläuse erreicht, werden Mittel mit dem Wirkstoff Acetamiprid (z. B. Gazelle SG, Oryx Pro etc.) empfohlen (ebenfalls sonderbewilligungspflichtig).
Für Kontrollen 10 × 5 Pflanzen pro Feld anschauen. Die Bekämpfungsschwelle liegt bei 30 % befallener Pflanzen mit Larven oder bei einem Larvennest pro Are.
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Produktionssystembeitrag Ackerbau
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Angemessene Bedeckung des Bodens im Ackerbau
Für Betriebe mit dem angemeldeten Produktionssystembeitrag «Angemessene Bedeckung des Bodens» gilt: Bei Hauptkulturen, die bis spätestens 30. September geerntet werden, muss auf mindestens 80 Prozent der betreffenden Fläche innerhalb von maximal sieben Wochen nach der Ernte der Vorkultur eine Bodenbedeckung angelegt werden.
Als Bodenbedeckung zählen:
| | – | Hauptkulturen; |
| | – | Zwischenkulturen; |
| | – | Nützlingsstreifen und Biodiversitätsförderflächen; |
| | – | weiterbestehende Untersaaten der Vorkultur. |
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Ausfallgetreide/-Raps zählen dabei nicht als Bodenbedeckung.
Unbedeckte Böden erhitzen sich schnell, was das Bodenleben negativ beeinflusst. Nur bedeckte Böden können Sonnenlicht optimal nutzen und Biomasse produzieren.
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Neophyten/Problempflanzen
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Erdmandelgras - Kontrolle nach der Ernte
Nach der Ernte ist das Erdmandelgras in den Stoppelfeldern gut sichtbar. Auffällig ist seine hellgrüne Farbe. Die Blätter sind spitz und haben eine deutliche Mittelrille. Eine konsequente Kontrolle hilft Erdmandelgras früh zu erkennen und dieses frühzeitig zu bekämpfen. Nach jedem maschinellen Einsatz auf Parzellen mit Erdmandelgrasbefall sind die Maschinen zwingend zu reinigen. Ungereinigte Maschinen sind nicht auf anderen Parzellen einzusetzen! Dies gilt nicht nur bei der Bodenbearbeitung, sondern auch bei jeglichen Erntearbeiten.
Melden Sie uns neue Befallsherde unbedingt, sodass eine individuelle Bekämpfungsstrategie ausgearbeitet werden kann (Meldepflicht). Meldung per Mail an pflanzenschutz.bbzn@sluz.ch oder Telefon an 041 228 30 70.
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Varia
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Schachtdeckel
Im Sommer nach der Ernte ist der ideale Zeitpunkt, um die Schachtabdeckungen im Feld zu überprüfen und bei Bedarf Massnahmen umzusetzen. Schächte im Feld müssen geschlossen sein. Ist dies nicht der Fall, müssen sie in Agate erfasst werden und über einen Pufferstreifen im Radius von mindestens drei Metern ab Schachtrand verfügen. Für den Ersatz von Schachtdeckeln oder den Umbau von Schächten auf Unterflur stehen im Kanton Luzern Förderbeiträge zur Verfügung. Weitere Informationen finden sie auf den folgenden Merkblättern:
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