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Tertiäre Bildung im Kanton Luzern: Absichtserklärung für engere Zusammenarbeit unterzeichnet
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Die Institutionen der Hochschulbildung (Tertiär A) und der höheren Berufsbildung (Tertiär B) im Kanton Luzern rücken näher zusammen. Mit der Unterzeichnung eines «Letter of Intent» bekennen sich das Bildungs- und Kulturdepartement, die Interessengemeinschaft höhere Berufsbildung IG HBB sowie die Universität Luzern, die Hochschule Luzern und die Pädagogische Hochschule Luzern zu einer vertieften Kooperation. Ziel ist es, die Durchlässigkeit des Bildungssystems weiter zu erhöhen, den Wissensaustausch zu fördern und den Bildungsstandort Luzern nachhaltig zu stärken.
Die Tertiärstufe des schweizerischen Bildungssystems baut auf einem Abschluss der Sekundarstufe II - wie einer Matura oder einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ - auf und gliedert sich in zwei komplementäre Bereiche: die Hochschulbildung (Tertiär A) und die höhere Berufsbildung (Tertiär B). Auf Grundlage des kantonalen Planungsbericht aus dem Jahr 2021 forderte der Kantonsrat 2022 eine verstärkte Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche.
Erfolgreiche Zwischenbilanz und vielfältige Projekte Eine erstmalige Zusammenstellung der bereits bestehenden Kooperationen zeigt, dass bereits zahlreiche verschiedene Formen und Inhalte der Zusammenarbeit existieren. Diese erstrecken sich über verschiedene Branchen wie die Gesundheitsberufe, Betriebswirtschaft, Hotelfach/Hospitality, soziale Berufe und die Lehrpersonenbildung. Die rund 30 Projekte teilen sich auf unterschiedliche Ebenen auf; so gibt es unter anderem strategische Kooperationen, Fachkooperationen in Aus- und Weiterbildung sowie Zusammenarbeit im Dienstleistungsbereich.
Als erfolgreiche «Best Practice»-Beispiele gelten die Passerelle HF – FH Pflege sowie das Gesundheitscluster Zentralschweiz. Ein grosses Potenzial für die Zukunft wird im weiteren Ausbau von strukturierten Übergängen (Traversen) von der Höheren Fachschule (HF) zur Fachhochschule (FH) gesehen. Gleichzeitig stösst die Zusammenarbeit aufgrund formal unterschiedlicher Zulassungsbedingungen und gesetzlich verankerter Bildungsaufträge an rechtliche Grenzen. Dennoch ist eine regionale Profilierung nach dem Vorbild des Gesundheitsclusters auch in anderen Branchen – wie dem Tourismus – oder bei transversalen Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit denkbar.
LOI: Verbindliche Zusammenarbeit für die Zukunft Mit dem nun unterzeichneten Letter of Intent wollen die Partner die bestehende Kooperation langfristig fortsetzen und gleichzeitig die profilspezifische Kooperation nachhaltig ausbauen. Regierungsrat Dr. Armin Hartmann ist überzeugt: «Dies soll das gegenseitige Verständnis stärken und einen klaren Mehrwert für den Arbeitsmarkt, die beteiligten Institutionen und insbesondere für die Studierenden schaffen». Er freut sich, dass es gelungen ist, den Antrag des Kantonsrates zum Planungsbericht tertiäre Bildung im Kanton Luzern umzusetzen sowie dass die bestehende umfangreiche und gut funktionierende Kooperation fortgesetzt werden kann. «Gleichsam wollen wir künftig auch das Potenzial neuer Zusammenarbeitsformen und -inhalte nutzen», so der Bildungs- und Kulturdirektor.
Das Bildungs- und Kulturdepartement wird ab sofort ein jährliches Treffen auf strategischer Ebene organisieren, um den Austausch zu institutionalisieren. Die Delegation HBB und die Rektorate der drei Hochschulen werden sich dabei regelmässig über bestehende Projekte austauschen, die Projektliste aktualisieren, das Potenzial neuer Formen und Inhalte der Zusammenarbeit prüfen und gemeinsame Kommunikationsmassnahmen koordinieren.
Strategiereferenz Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich Bildung / Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft gemäss Kantonsstrategie. Anhang Foto Unterzeichnung des Letters of Intent: Vertretungen der Institutionen von Tertiär A und B setzen ihre Unterschrift unter die Absichtserklärung und bekräftigen damit eine engere Zusammenarbeit im Tertiärbereich. Vorne v.l: Brigitte Christen (Vorsitz Geschäftsleitung XUND), Regierungsrat Dr. Armin Hartmann (Bildungs- und Kulturdirektor), Prof. Dr. Bernhard Rütsche (Prorektor Universität Luzern) Hinten v.l: Dr. Nikolaus Storz, Rektor (Leiter Weiterbildung KV Luzern Berufsakademie), Christa Augsburger (Direktion Schweizerische Hotelfachschule), Prof. Dr. Barbara Bader (Rektorin Hochschule Luzern) und Prof. Dr. Kathrin Krammer (Rektorin PH Luzern)
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