| |
| |
Ruswil/Werthenstein: Baubeginn an der Kleinen Emme im Abschnitt Dietenei, Rütmatt
|
Am Montag, 10. August 2026, starten entlang der Kleinen Emme im Abschnitt Dietenei/Rütmatt in den Gemeinden Ruswil und Werthenstein die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz und die ökologische Aufwertung. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027.
Das Hochwasser im Jahr 2005 hat unter anderem im Einzugsgebiet der Kleinen Emme Schäden von rund 320 Millionen Franken angerichtet. Als Reaktion darauf erarbeitete der Kanton Luzern das Projekt «Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme». Ziel ist es, die Bevölkerung, die Infrastruktur und die Unternehmen entlang der Kleinen Emme besser vor Hochwasser zu schützen und gleichzeitig den Flussraum ökologisch aufzuwerten.
Mit dem Abschnitt 10, Dietenei/Rütmatt, wird ein weiterer Teil des Gesamtprojekts umgesetzt. Der Abschnitt gehört zum Los 3, das den Bereich Langnau/Schachen bis Rossei umfasst. Insgesamt erstreckt sich das Projekt «Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme» über rund 23 Kilometer von der Mündung der Fontanne bis zur Einmündung in die Reuss und ist in 15 Abschnitte gegliedert.
Schutz vor Hochwasser und Aufwertung des Gewässerraums Im Abschnitt Dietenei/Rütmatt werden verschiedene wasserbauliche und ökologische Massnahmen umgesetzt. Das Bauvorhaben umfasst die lokale Erneuerung der bestehenden Ufersicherungen zum Schutz von einzelnen Gebäuden, der SBB-Brücke und der Kantonsstrasse. Zudem werden die Uferbereiche der beiden Innenkurven abgeflacht und ökologisch aufgewertet. Dabei werden die Anforderungen der Pflanzen- und Tierarten ebenso berücksichtigt wie die landwirtschaftlichen Ansprüche. Die Flusssohle wird mit zusätzlichen Strukturen aufgewertet, damit Fische auch bei geringen Abflüssen und hohen Temperaturen geeignete Rückzugsorte finden.
Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027. Die Gesamtkosten im Abschnitt Dietenei/Rütmatt betragen 6.89 Mio. Franken.
Weitere Informationen: Projekt-Website
|