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Mitteilung
16. September 2026
 
 

Trockenheit im Wald: Erhöhte Vorsicht beim Waldbesuch

Die anhaltende und durch wiederholte Hitzewellen sowie starke Winde verstärkte Trockenheit im Kanton Luzern setzt dem Wald und seinen vielfältigen Leistungen zu. Durch den Wassermangel können Äste und Kronenteile austrocknen und unerwartet abbrechen. Einzelne Bäume können ganz absterben und in der Folge umstürzen. Eine Situationsbeurteilung ist für Fachleute, die Waldeigentümerschaft und die Verantwortlichen von Infrastrukturen und Erholungseinrichtungen herausfordernd. Waldbesuchende sind für ihre eigene Sicherheit verantwortlich und aufgefordert, vorsichtig zu sein.

Durch den Wassermangel trocknen Äste und Kronenteile aus und können unerwartet abbrechen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass künftig vermehrt Bäume aufgrund der anhaltenden Trockenheit direkt oder nach einem Schädlingsbefall absterben werden. Diese Entwicklungen sind nicht immer erkennbar und erhöhen die Gefahr entlang von Wegen, Spielplätzen, Grillstellen, anderen Erholungseinrichtungen und weiteren Infrastrukturen im und am Wald.

Herausforderungen für Fachleute und Eigentümerschaft
Die aktuelle Lage stellt die Forstfachpersonen, die Waldeigentümerschaft und die Verantwortlichen von Infrastrukturen und Erholungseinrichtungen vor grosse Herausforderungen. Sie müssen einerseits beurteilen, ob der Zutritt zum Wald und zu Werken wie Vitaparcours oder Grillplätzen gewährleistet werden kann. Andererseits ist es wichtig, den Zustand des Waldes genau zu beobachten und Massnahmen situativ und angemessen zu planen. Vorsorgliche, generelle Baumfällungen sollen vermieden werden, um beobachten zu können, welche Bäume sich erholen und somit über eine hohe Trockenheitsresistenz verfügen.

Waldbesuch mit besonderer Aufmerksamkeit
Frühere Trockenereignisse zeigen, dass die Folgen im Wald mehrere Jahre andauern. Detaillierte Beurteilungen von Werken und Massnahmen sind nicht sofort möglich. Von einem Waldbesuch wird nicht generell abgeraten. Gleichzeitig ist der Wald ein Naturraum mit spezifischen, das heisst waldtypischen, Gefahren. Wer sich im Wald aufhält, trägt deshalb auch Verantwortung für die eigene Sicherheit und ist zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgefordert. Für den Waldbesuch gelten folgende Empfehlungen:
  • Signalisation beachten: offizielle Wege und markierte Routen bevorzugen
  • Gefahrenbereiche meiden: Aufenthalt unter Bäumen mit dürren Ästen oder abgestorbenen Kronenbereichen meiden
  • Wetterlage berücksichtigen: bei starkem Wind oder Sturm auf Waldbesuch verzichten

    Unterstützung Sicherheitsholzerei durch Bund und Kanton
    Der Kanton Luzern unterstützt zusammen mit dem Bund und den Gemeinden die Sicherheitsholzerei bei Erholungsinfrastrukturen im Wald wie Vitaparcours oder Grillplätzen. Ziel ist es, die Gefahr durch umstürzende Bäume oder herunterfallende Äste und Kronenteile zu minimieren. Pro Gemeinde oder Waldgebiet werden die beitragsberechtigten Anlagen mittels Vereinbarung festgelegt. Diese regelt zudem die Kontroll-, Unterhalts- und Sicherungsaufgaben zwischen den beteiligten Stellen und der Waldeigentümerschaft.

    Regelmässige Kontrollen entlang von Kantons- und Nationalstrassen
    Viele Strassen führen durch oder entlang von Wäldern. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Waldeigentümerschaft von der oft schwierigen Holzerei entlang der Kantons- und Nationalstrassen zu entlasten, besteht im Kanton Luzern ein langfristig ausgerichtetes Projekt. Im Auftrag der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur schliesst die Dienststelle Landwirtschaft und Wald mit den betroffenen Waldeigentümerinnen und -eigentümern Vereinbarungen ab, um den Baumbestand effizient und mit geringstmöglichen Auswirkungen auf den Verkehr zu pflegen. Es finden regelmässige Kontrollen statt. Von den Eingriffen soll auch die Natur profitieren, indem der Waldrand stufig und vielfältig gestaltet wird.

    Anpassung des Waldes an den Klimawandel
    Die zunehmenden Trockenperioden zeigen, wie stark der Klimawandel den Wald beeinflusst. Der Kanton Luzern unterstützt zusammen mit dem Bund die Waldeigentümerschaft, den Wald langfristig stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Dazu gehören waldbauliche Anpassungen, die Förderung vielfältiger Baumarten sowie die Weiterentwicklung von Sicherheitskonzepten.


    Strategiereferenz
    Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich Ökologisierung gemäss Kantonsstrategie.

    Anhang
    Bild 1: Abgebrochene Buche
    Bild 2: Bäume reagieren auf die Trockenheit
    Bild 3: Abgebrochene Äste
    Merkblatt Haftung im Wald
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    Bruno Röösli
    Abteilungsleiter Wald
    Landwirtschaft und Wald (lawa)
    Telefon 041 349 74 71 oder 079 758 40 34
    bruno.roeoesli@lu.ch
    (erreichbar am Mittwoch, 16. September 2026, von 13.30 bis 14.30 Uhr)
     
     
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